Tarot von A.E. Waite

Der Klassiker des modernen Tarot ist das Waite-Tarot, auch als das TAROT von A. E. Waite oder Rider Waite Tarot bekannt. Es wurde von Arthur E. Waite (1857 -1942) und Pamela Colman Smith (1878-1951) 1909 veröffentlicht und erschien im Londoner Verlag Rider. Das TAROT von A. E. Waite unterscheidet sich vom Rider Waite Tarot in der Farbgebung der Vorderseite und in der Gestaltung der Rückseite der Karten. Das TAROT von A. E. Waite entspricht der Farbgebung der Vorlage von 1909.


Mit großem Abstand am verbreitetsten ist das Waite-Tarot, das für viele Menschen besonders leicht zugänglich ist, obwohl (und weil) es eine enorme Dichte und Konsequenz in der Komposition der Symbole und Motive besitzt.

Vom ersten Einstieg bis zur professionellen Verwendung in Symbolkunde und Psychologie besitzt dieses Waite-Tarot eine unglaubliche Tiefe, eine enorme Vielzahl von Ebenen, auf der es betrachtet und verstanden werden kann.

Das heutige Tarot-Kartenlegen wäre ohne das Waite-Tarot kaum vorstellbar. Nicht zuletzt, weil es das erste Tarot-Spiel war, das durchgängig auf allen 78 Karten Bilder präsentierte, wurde es zum Wegbereiter der derzeitigen Tarot-Deutung, die ganz wesentlich auf der visuellen Wahrnehmung der Karten beruht.

So stellt das Waite-Tarot die Grundlage, gleichsam den "Archetyp" des heute bekannten Tarot dar.
Am besten startet man mit dem Waite-Tarot, oder man sucht sich eine andere Sorte aus, die dem persönlichen Geschmack entspricht, und legt sich daneben zum Vergleich und als Hintergrund das Waite-Tarot zu.
Welche Karten man auch sonst benutzt, das Waite-Tarot stellt die beste Ergänzung dar.

Besonderheiten des Waite-Tarot


Der Golden-Dawn-Order (Orden der goldenen Morgendämmerung oder Morgenröte), jene Rosenkreuz-Vereinigung in England um die letzte Jahrhundertwende, die für die Tarot-Geschichte von großer Bedeutung sein sollte, hat eine Umstellung der Großen Karten mit den Nummern VIII und XI vorgenommen. Traditionell hatte die Karte "Gerechtigkeit" die Nummer VIII, und die Karte "Kraft" trug die Ziffer XI. Während auf dem Crowley-Tarot diese traditionelle Numerierung erhalten geblieben ist, hat sich Arthur E. Waite bei der Konzipierung seines Tarot-Decks an die Umstellung durch den Golden-Dawn-Order gehalten, so dass im Waite-Tarot die "Kraft" jetzt die Ziffer VIII und die "Gerechtigkeit" die Ziffer XI trägt.

In seinem "Bilderschlüssel zum Tarot" schrieb Arthur E. Waite zu den Gründen dieser Umstellung: "Aufgrund von Überlegungen, die für mich überzeugend waren, wurde die Karte ["Kraft", d. Verf.] mit der Karte der Gerechtigkeit vertauscht, der normalerweise die Zahl 8 zugeordnet wird. Da diese Abänderung nichts Bedeutsames für den Leser beinhaltet, ist auch keine Erklärung notwendig." Sei's drum!

Weil das Waite-Tarot heute mit großem Abstand das populärste Tarot-Spiel in der Welt ist, existieren derzeit viele weitere Tarot-Sorten, die vom Waite-Tarot die Umstellung der Nummern VIII und XI übernommen haben. Die traditionelle und die veränderte Zählfolge existieren nebeneinander. - In der Tarot-Literatur hat es einen teilweise heftigen "Kampf" um die Frage gegeben, welche der Numerierungsarten denn nun die richtige sei. Wir empfehlen dazu, das jeweilige Spiel so zu nehmen und zu belassen, wie es ist. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die ersten Tarot-Karten aus der Renaissance-Zeit keine Zahlen und keine Titel trugen. Im Zweifelsfalle sind ohnehin die Bilder und Symbole - und nur diese - entscheidend.

 

Das Tarot von A.E. Waite ist in 2 verschiedenen Größen erhältlich:

Standardformat: 70 x 110 mm | ISBN: 9783927808133

Pocketformat: 52 x 89 mm | ISBN: 9783927808157

 

sowie als Premium in 3 verschiedenen Größen:

 

Standardformat (Premium): 70 x 120 mm | ISBN: 9783927808133

Pocketformat (Premium): 57 x 89 mm | ISBN: 4250375102250

Miniformat (Premium): 44 x 74 mm | ISBN: 4250375102243

 

Alle Waite-Karten, Bücher und Sets finden Sie hier in unserem Online-Shop.

 

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